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Campusreport: Das Diskussionsforum Medienrecht – ein Resümee

Impressumpflicht, Urheberrecht, Privatkopien – wer jetzt an trockene Rechtsvorschriften denkt, hat am 20. Januar etwas verpasst: Das Medienrecht-Forum, eine Veranstaltung von MediaCampus, punktet mit spannenden Anwendungsfällen, die nicht nur Medienstudierende für diskussionswürdig halten. Wann ist ein Blog privat und was muss ein Impressum beinhalten? Wann mache ich mich beim Anschauen von Filmen auf illegalen Internetseiten strafbar? Hafte ich für die illegalen Tätigkeiten meiner WG-Mitbewohner an meinem Internet-Account? Diese und viele weitere Fragen zum Medienrecht in unserem Alltag wurden in der kleinen Runde erörtert und von unserem Gast Ass. iur. Albrecht Rösler aus dem Fachgebiet öffentliches Recht aufgeklärt.

Der Vollständigkeit halber:

  • Ein Blog oder eine Website ist dann privat, wenn sie nur Infos über den Autor enthält. Sobald eine weitere Person oder Organisation erwähnt wird, gilt das Ganze nicht mehr als privat. Wichtig ist diese Tatsache im Hinblick auf das Impressum – das ist bei privaten Blogs nämlich nicht notwendig. Wenn das Impressum dagegen erforderlich ist, muss man mindestens die Telefonnummer und eine weitere effiziente Kontaktmöglichkeit angeben.
  • Das Ansehen von Filmen auf dubiosen Seiten im World Wide Web ist immer dann strafbar, wenn es offensichtlich rechtswidrig ist, also zum Beispiel bei Filmen, die noch im Kino laufen. Dabei weist das Wörtchen „offensichtlich“ allerdings eine beachtliche Spannweite in seinen Möglichkeiten zur  Auslegung auf.
  • Auch wurde die Haftungsfrage bei illegalen Handlungen an gemeinsam genutzten Internetanschlüssen in WGs angesprochen. Dazu empfahl Herr Rösler bei Einzug eine Nutzungsvereinbarung aufzusetzen. Diese kann beispielsweise eine Verpflichtung aller WG-Bewohner beinhalten, den Account nicht zu illegalen Zwecken zu nutzen.

Im Kreis wissbegieriger Teilnehmer hat am 20. Januar jeder seine persönlichen medienrechtlichen Unklarheiten aus dem Weg geräumt. Dabei war die Runde nicht zu groß – Probleme aller Teilnehmer wurden einbezogen. Auch vorab konnte über das Twitter-Profil, den Blog oder den Facebook-Account von MediaCampus das gefragt werden, was anschließend im Forum erörtert wurde.

Wer sich jetzt ärgert, nicht dabei gewesen zu sein und wem immer noch Fragen zum Medienrecht in der Praxis im Kopf herumschwirren, kann dennoch hoffen: „Eine Fortsetzung der Veranstaltung bietet sich an, da aufgrund der zeitlichen Begrenzung noch einige Fragen offen geblieben sind“ resümiert Hannes Mehring, Leiter von MediaCampus.

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